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Interview mit Joachim von Vietinghoff

Joachim von VietinghoffDas folgende Interview habe ich am 1.11.2008 mit dem Produzenten Joachim von Vietinghoff (Filme u.a.: Victor Vogel - Commercial Man, David (Goldener Bär Berlinale), Der Mann aus London (Cannes 2007)) im Büro seiner Produktionsfirma für die damals geplante Schülerzeitung geführt.
Zur Vorbereitung hat Joachim von Vietinghoff mir einen Artikel des Regisseurs Edgar Reitz aus der Süddeutschen Zeitung vom 16.10.2008 gegeben. Dem Artikel liegt ein Interview zugrunde, das ihr auf der Webseite vierundzwanzig.de der Deutschen Filmakademie ansehen könnt. Darin berichtet Edgar Reitz über eine Schule im italienischen Como, deren Schüler sich intensiv mit seiner insgesamt dreißigteiligen Heimat-Trilogie beschäftigt und ihn zu einem abschließenden Gespräch eingeladen haben. Für Edgar Reitz war das eine außergewöhnliche Erfahrung und er vermutet, daß beinahe jeder seiner Kollegen bereit wäre, sich mit Schülern zu treffen, wenn sie so ein starkes Interesse an seinem Werk zeigen.

Victoria Beyer


V.B.:
Edgar Reitz beschreibt, dass es für ihn ein großartiges Erlebnis war, von Schülern, die sich für seine Filme interessieren, an eine Schule eingeladen zu werden. Wieso ist es so besonders, gerade Interesse von Schülern und nicht von Erwachsenen zu haben?
J.v.V.:
Erwachsene sind gewohnt, ins Kino zu gehen, aber junge Leute fangen erst an, mit dem Medium Film zu leben und damit umzugehen. Der Film DIE HEIMAT, um den es in dem Artikel geht, zeigt viele Lebensgeschichten. Natürlich ist interessant, festzustellen ob auch Kinder und Jugendliche das verstehen. Denn die Fragen, die sie an irgendwelche Themen stellen, sind andere als die von Erwachsenen. Wenn man eine Geschichte erzählt, wünscht man sich natürlich, dass sie von allen verstanden wird. Aber man hat immer Angst, dass das nicht so ist. Ich denke, für Edgar Reitz war es einfach ein großes Erlebnis, bei so vielen Schülern auf Verständnis zu stoßen oder auch Fragen zu hören, die ihm noch nie gestellt wurden. Kinder und Jugendliche gehen oft einen viel direkteren Weg. Junge Menschen sind noch frischer und freier in der Bewertung. Außerdem sind Bilder und Sprache im Film sehr emotional. Es geht oft weniger um Verstehen als um Fühlen. Und bei jungen Menschen stelle ich mir vor, dass die Gefühle noch echter sind als bei Erwachsenen.
V.B.:
Also sind das auch die besten Kritiker?
J.v.V.:
Ja, vielleicht nicht unbedingt im intellektuellen Bereich, sondern im emotionalen Bereich. Und das ist das, was man möchte im Kino. Das Entscheidende am Kino sind die Gefühle.
V.B.:
Es ist sicher schwierig für dich als Produzent, Leute zu finden wie den Drehbuchautor, der anhand des Textes, den die Schauspieler nachher sprechen, diese Gefühle vermitteln soll. Wie lange dauert es eigentlich, bis man die geeigneten Leute gefunden hat?
J.v.V.:
Entscheidend ist die erste Idee. Wo kommt die her? Kein Mensch weiß, wo eine Idee herkommt. Es gibt die Zeit, in der wir leben und das, worauf wir neugierig sind. Und das ist erst mal ganz subjektiv. Es sind ja nicht alle Menschen auf dasselbe neugierig. Also, wo kommt eine Geschichte her? Ich lese jeden Tag die Zeitung vorwärts und rückwärts, ich höre Nachrichten und ich bin interessiert an der Welt, die mich umgibt. Und ich interessiere mich natürlich für Kultur, ich gehe ins Theater, ich gehe ins Kino, ich mache Reisen und so weiter. Und alles was mir da begegnet, ist auch potenziell interessant für einen Film. Du siehst schon an dieser Beliebigkeit, dass man eine Entscheidung treffen muss für etwas ganz Bestimmtes. Man trifft eine Auswahl und stellt diese Auswahl dem Markt gegenüber, indem man fragt, für wen mache ich die Geschichte? Diese Frage muss ich als Produzent beantworten und dann kann ich nachdenken, wie ich das bearbeite, das heißt also: Wer schreibt das Drehbuch zu dieser Geschichte?
V.B.:
Also ist das personenabhängig?
J.v.V.:
Es ist total personenabhängig. Du kannst nicht einfach sagen, wir sehen mal, wer gerade Zeit hat, ein Drehbuch zu schreiben, sondern du hast eine bestimmte Vorstellung, wie der Film werden soll, zum Beispiel wie der letzte James Bond. Dann kannst du im Internet in der Movie Database bei James Bond nachsehen, wer das Drehbuch geschrieben hat. Und unter dem Namen des Drehbuchschreibers findest du seine Biografie und die Titel seiner Bücher. So informierst du dich und grenzt das immer weiter ein bis du Leute gefunden hast, die schon etwas Ähnliches gemacht haben.
Wir nehmen mal ein konkretes Beispiel: Wladimir Kaminers RUSSENDISCO, ein Bestseller, der über eine Million mal verkauft wurde. Bei diesem Roman muss ich gar nicht mehr darüber nachdenken, für wen das ist und ob es dafür Interesse gibt. Ich weiß, dass ihn über eine Million Menschen gelesen haben und ihn vielleicht im Kino sehen wollen. Die Schwierigkeit ist in diesem Fall, dass das rund 50 Kurzgeschichten sind, aus denen der Film überhaupt erst erfunden werden muss. Dafür haben ich einen Autor gesucht und bin auf Thomas Wendrich gestoßen, der gerade einen Preis bekommen hat für das beste nicht verfilmte Drehbuch. Der hat dann anderthalb Jahre an meinem Drehbuch geschrieben auf der Grundlage dieser Kurzgeschichten. Der Romanautor, Wladimir Kaminer, hat das Drehbuch gelesen und hat gesagt ‚Da brauchst du nicht meine Rechte, das ist eine ganz neue Geschichte’. Aber das will ich nicht, ich will natürlich Kaminer, das ist ja wie eine Marke, mit der ich die Leute nachher ins Kino locken möchte. Also haben ich einen neuen Autor gesucht. Langer Rede kurzer Sinn: Seit fünf Jahren wird jetzt am Drehbuch geschrieben und ich habe den dritten Autor, weil ich immer noch nicht glaube, dass das, was den Erfolg des Buches ausmacht, in diesen Drehbüchern steht.
Wenn ich die Drehbücher habe, brauche ich einen Regisseur, dem ich zutraue, dass er daraus einen Film macht. Der Regisseur denkt darüber nach, wer die Schauspieler sein sollen. So baut sich das Stück für Stück auf. Es kommt eins nach dem anderen.
Um Geld für den Film zu bekommen, muss ich ein sogenanntes Package zusammenstellen. Da ist die Idee drin, dann in unserem Fall der Roman, als nächstes lege ich das Drehbuch rein. Dann suche ich mir den Regisseur aus, mache mit dem einen ‚letter of intent’, eine Absichtserklärung, auf der er unterschreibt, dass er bereit ist, die Regie zu machen. Diese Erklärung lege ich dazu. Als nächstes kommt die Besetzung, die Darsteller. Anschließend muss ich feststellen, wie viel alles kostet und eine Kalkulation machen. Und wenn ich das weiß, kann ich fragen, wo kommt das Geld her? All das schnüre ich in ein Paket, also richtig mit einer roten Schleife drum. Mit diesem Paket gehe ich auf einen Markt, zum Beispiel bei den Filmfestspielen. Der Markt sind die Leute, die später mit dem fertigen Film Geld verdienen, wie Fernsehanstalten, Verleiher, Kinobesitzer und Videotheken. Also alle, die mit der Ware Film handeln, müssen sich schon dafür interessieren bevor die Filme entstehen, damit sie die wirklich guten Filme kriegen. Und die spreche ich an, damit sie mir das Geld geben, mit dem ich den Film machen kann.
V.B.:
Du hast im Laufe des Interviews sehr viele Berufe genannt, aber es gibt ja eigentlich noch deutlich mehr. Wie viele Berufe und vor allen Dingen was für Berufe gibt es denn da überhaupt?
J.v.V.:
Hier ist als Beispiel die Tagesdisposition für einen Film, den wir gerade drehen. Alleine am Drehort sind etwa fünfzig Personen. Da gibt es den Regisseur und die Regieassistenten, den Produzenten, von Vietinghoff, der sitzt dir gerade gegenüber, den Produktionsleiter, Marian Pascal, den Aufnahmeleiter, den Production Coordinator (im Büro), den Location Manager (am Drehort), den Transport Coordinator (für Transport und Fahrzeuge), die Schauspieler und Craft and Catering. Dann den Kameramann (der oft gar nicht selbst hinter der Kamera steht) mit dem Schwenker (an der Kamera), dem Focus Puller (fokussiert die Kamera) und dem Materialassistenten (für das an der Kamera benötigte Material), den Dollyfahrer (für den Kamerawagen), den Tonmeister mit dem Boom Man (der mit einem an einer langen Stange befestigten Mikrofon den Originalton aufnimmt), den Szenenbildner mit einem Assistenten, den Architekten, den Außen- und den Innenrequisiteur, den Kostümbildner mit seinem Assistenten, die Garderobiere und den Garderober, die Damen- und die Herrenmaskenbildner, den Hairdresser, das Scriptgirl (das die Klappennummern und Anschlüsse aufschreibt) und den Clap Man.
V.B.:
Das ist auch ein eigener Beruf?
J.v.V.:
Naja, der macht dann später etwas anderes. Dann haben wir die Fahrer, die Buchhaltung, die Kasse, die Komparsen und die Leute, die die Motivsuche machen.
Und das ist nur beim Dreh. Und wenn es gedreht ist, fehlt der Schnitt. Das macht der Cutter mit mindestens einem Assistenten. Für die Vertonung sind Sound Designer und Mischtonmeister verantwortlich.
So, das ist das Minimum. Bei großen Filmen braucht man noch Handwerker für die Bauten, Special-Effect-Leute, digitale Bildbearbeitung, Stunt-Leute. STAR WARS zum Beispiel hatte tausend Leute im Team.
V.B.:
Stellt man sich immer gar nicht so vor, wenn man einen Film sieht. Es gibt ja ganz verschiedene Arten von Film und bei uns in Sacrow wird seit längerem die Telenovela WEGE ZUM GLÜCK gefilmt. Was hältst du eigentlich persönlich von Telenovelas?
J.v.V.:
Naja, also Telenovelas sind natürlich gar nicht mein Ding. Das sind von der Werbung bezahlte Programme, die von vornherein ein bestimmtes Umfeld haben. Bei Leuten, die gerne sehen, wie Menschen in einem Schloß leben, kann man zum Beispiel gut Autos bewerben oder Kleider, Schmuck und Uhren schön verkaufen. Vom Filmischen her finde ich es natürlich unter aller Kanone. Die drehen ja gar nicht wirklich. Du hast ja neulich hier die Dreharbeiten zu dem Kinofilm MAMA KOMMT gesehen. Diese Szene, an der sie den ganzen Tag gearbeitet haben, die ist im fertigen Film vielleicht zweieinhalb Minuten lang. Ein Drehbuch hat ungefähr 90 Seiten und ein Film hat 90 Minuten, also entspricht eine Seite ungefähr einer Minute. Aber bei einer Telenovela werden pro Tag 45 Seiten gedreht! Dann kann man die Texte nur ablesen oder absagen, das wird nicht wirklich erarbeitet. Und das sagt natürlich etwas aus über die Qualität des Films.
V.B.:
Bei Qualität des Films – hier hängen ja auch, wie ich gerade gesehen habe, einige Preise, sie sind ja eine hohe Auszeichnung. Was ist das für ein Gefühl, wenn man so einen Preis verliehen bekommt?
J.v.V.:
Ja – das ist etwas ganz komisches. Also wenn ich selber im Publikum sitze und sehe wie jemand einen Preis bekommt, dann bin ich eigentlich mehr aufgeregt, weil ich sage ‚Mensch Wahnsinn, so einen Preis möchtest du auch einmal bekommen‘ und wenn du dann plötzlich aufgerufen wirst und gesagt wird, du hast dieses Jahr den Preis bekommen, dann ist es wie ein Traum, irgendwie ganz unwirklich. Ein Preis ist auch ein Zeichen, dass man geachtet und gemocht wird. Das ist schon etwas Tolles.
V.B.:
Bei Filmpreisen ist es ja oft so, dass nicht einer alleine gewinnt, sondern der ganze Film mit der ganzen Crew. Wie funktioniert das? Der Preis kann ja nicht in Einzelteile geteilt und an die Mitwirkenden verteilt werden.
J.v.V.:
Ja, das ist ein Problem. Diese Bundesfilmpreise, die du hier hängen siehst zum Beispiel, sind Auszeichnungen für den besten Film. Das ist ein Hersteller-Preis, den der Produzent bekommt. Damit ist viel Geld verbunden, bis zu einer halben Million Euro, aber das ist Geld, das man wieder in einen neuen Film investieren muss. Natürlich wäre es nett, wenn ich jetzt das Geld nehmen und an alle Mitwirkenden verteilen könnte. Aber jeder der mitgemacht hat, sagt, ich habe mit meinem Film einen deutschen Filmpreis gewonnen.
V.B.:
Also haben alle, die mitgemacht haben, diesen Preis gewonnen. Engagiert der Produzent die gleiche Crew deshalb noch einmal für einen neuen Film?
J.v.V.:
Das macht man sowieso. Man versucht, mit den Leuten zu arbeiten, die sich bewährt haben, vor allem in der Organisation. Die kreativen Positionen besetzt man für die Geschichte maßgeschneidert, zum Beispiel Kamera, Kostüm oder Ausstattung, weil niemand alles gleich gut beherrscht und der Regisseur die besten Bedingungen vorfinden soll.
V.B.:
Als Produzent muss man doch auch die Werbung koordinieren, worauf muss man dabei achten?
J.v.V.:
Werbung, so wie du es jetzt ansprichst, nennt man Marketing. Warum sollen die Leute meinen Film anschauen und nicht einen James Bond zum Beispiel? Dafür sind Marketingleute zuständig. Ich entscheide zwar mit, wie die Werbung aussehen soll, mache sie aber nicht selber. Im Prinzip macht der Produzent ja gar nichts selber, sondern denkt es sich aus, lässt es machen und kontrolliert, dass es richtig gemacht wird.
V.B.:
Ich sehe da die ganzen Drehbücher liegen, das ist eine gewaltige Menge. Ich vermute, viele sind dir von Autoren zugeschickt worden. Wie viele davon hast du verfilmt?
J.v.V.:
Viele, ja, viele, viele Bücher kommen. Anfangs habe ich alle Drehbücher gesammelt, aber als es 600 waren musste ich aufhören, weil ich keinen Platz mehr hatte. Davon habe ich 50 Drehbücher tatsächlich verfilmt. Wenn ich zehn Filmprojekte entwickele, dann gehe ich davon aus, dass im guten Fall zwei bis drei davon realisiert werden. Und die anderen werden verworfen.
V.B.:
Ich stelle es mir anstrengend vor, Produzent zu sein. Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?
J.v.V.:
Ja das ist eine sehr gute Frage, man kommt ja nie einfach auf so einen Beruf. Es muss immer irgendetwas passieren. Zuallererst gab es eine große Liebe zum Kino. Ich bin wahnsinnig gerne ins Kino gegangen. Als Kind habe ich Abenteuergeschichten gesehen, Indianerfilme, Winnetou und natürlich haben wir die ganzen Micky-Maus-Filme geliebt. Als ich vierzehn war, hat meine Mutter gesagt, jetzt sehen wir uns mal einen richtigen Film an. Einen Erwachsenenfilm. Wir sind in München in ein schönes großes Kino gegangen und da lief ein französischer Film, DIE KINDER DES OLYMP. Die Geschichte erzählt von einer Theatertruppe im Frankreich des 19. Jahrhunderts, eine bunte Mischung von Charakteren, die aber symbolisch eigentlich alle Grundcharaktere der Menschen abdecken. Und die werden in einem ungeheuren, dramatischen Geschehen miteinander verwoben. Der Film hat mich total umgehauen. Ich wusste in diesem Augenblick, Kino ist total faszinierend, voller Bilder, Gefühle und Emotionen. Das wäre zum Beispiel ein Film, den ich wahnsinnig gerne mal in der Schule mit Schülern anschauen würde. Aber da ist ja ein ganzer Tag weg, vier Stunden, mit Pause.
Das hat mich sehr geprägt, aber ich wollte eigentlich schreiben, Journalist werden. Aber ich habe keinen Platz auf der Journalistenschule bekommen. Stattdessen habe ich eine Ausbildung zum Bildjournalisten gemacht, bin also Fotograf geworden. Nach der Ausbildung habe ich für eine amerikanische Bilderagentur, Keystone, gearbeitet, habe Fotoreportagen für die Zeitung gemacht und wahnsinnig gerne Drehberichte. Das heißt, ich bin in Studios gefahren und habe bei Dreharbeiten fotografiert. Das hat mir immer gefallen mit Schauspielern, deshalb wollte ich Kameramann werden. Ich dachte, wenn ich 24 Bilder pro Sekunde mache, statt einem Bild, macht es noch mehr Spaß. Aber dann hätte ich noch eine lange Ausbildung machen müssen. Vorher wollte ich erst einmal kennen lernen, was Film überhaupt ist, also habe ich mich einfach von einer Produktionsfirma als Fahrer anstellen lassen. Und auf einmal war ich Produktionsassistent, dann habe ich Aufnahmeleitung gemacht und hab gar nicht mehr an diese Kamerageschichten gedacht. Zwei Jahre lang habe ich alle möglichen Jobs gemacht. Auf einmal kam ein Regisseur mit einem Drehbuch und sagte, du hast doch jetzt schon Produktionsleitung gemacht, willst du das nicht produzieren? Ich habe angefangen zu produzieren und eigentlich erst nach fünf Jahren gemerkt, dass ich Filmproduzent bin. Das war also nicht von Anfang an meine Idee, Produzent zu werden.
V.B.:
Gibt es keine besonderen Schulen für diesen Beruf?
J.v.V.:
Doch. Jetzt schon. In Berlin und Potsdam haben wir zwei bedeutende, große Filmakademien, die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam, in Babelsberg, bei dir um die Ecke und die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin, am Potsdamer Platz. Außerdem gibt es diese Ausbildung in München und Ludwigsburg. Zu meiner Zeit konnte man Produktion nicht studieren.
V.B.:
Und da gibt es einen extra Zweig für Produzenten?
J.v.V.:
Ja, Kameraleute, Regisseure und Produzenten machen ein zweijähriges gemeinsames Grundstudium, dann folgen drei Jahre Spezialstudium.
V.B.:
In dem Artikel, über den wir zu Anfang gesprochen haben, schreibt Edgar Reitz, dass jeder seiner Kollegen zu Schülern kommen würde, die sich mit seinem Werk beschäftigt haben. Stimmt das tatsächlich?
J.v.V.:
Das können wir einfach mal ausprobieren!
V.B.:
Darauf bin ich sehr neugierig! Ich danke dir für dieses spannende Interview.